1912 - Gründung

Gründung der Musikkapelle Eichberg.

1928 - Offizielle Vereinsanmeldung

Offiziell wurde die Musikkapelle Eichberg 1928 bei der Bezirkshauptmannschaft als Verein gemeldet. Sie stand damals unter der Leitung von Johann Prenner. Während des 2. Weltkriegs löste sich die Musikkapelle aus Mangel an Musikern auf.

1938 - Leitung Josef Steger

Um 1938 entschloss sich Georg Lueger, der in Rohrbach bei der Bahn Dienst machte, eine Jugendkapelle zu gründen. Er musste jedoch wie viele andere auch einrücken und erst 1945 fanden die vom Krieg heimgekehrten Musiker wieder zusammen. Josef Steger aus Rohrbach wurde Leiter der Musikkapelle.

1948 - Leitung Georg Lueger

Als Georg Lueger 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, übernahm er wieder die Leitung der Musikkapelle Eichberg. 1956 gründete er jedoch eine Werkskapelle der Firma Friedrich & Co in Rohrbach und  legte die Leitung der Musikkapelle Eichberg zurück. Die Musikkapelle Eichberg blieb in den nächsten Jahren ohne ständige Leitung.

1962 - Neuerliche Leitung Georg Lueger

Erst 1962 legte Lueger die Kapellmeistertätigkeit in Rohrbach wieder zurück und übernahm wieder die musikalische Leitung in Eichberg. Dies blieb er bis 1973.

1973 - Kapellmeister Josef Pötz

In diesem Jahr folgte ihm Josef Pötz als Kapellmeister. Der damalige Obmann war Josef Pausackl aus Kleinschlag.

1981 - Obmann Alois Buchegger

Im Jahre 1981 wurde Alois Buchegger Obmann der Musikkapelle Eichberg.

1990 - Obmann Hammerl Anton

Alois Buchegger folgte im Jahre 1990 Anton Hammerl als Obmann.

1995 - Kapellmeister Pötz Rainer

 

Rainer Pötz setzte im Jahre 1995 die Arbeit seines Vaters als Kapellmeister fort.

 

2000 - Obmann Joachim Hammerl

Joachim Hammerl folgt Anton Hammerl im Jahr 2000 als Obmann.

2001 - Konzertreise China

Die Musikkapelle Eichberg auf
Konzerttournee in China

Die Musikkapelle Eichberg unternahm vom 29. August bis 06. September 2001 eine Konzert- und Kulturreise nach China. Mit 74 Teilnehmern, davon 38 Musiker, begaben wir uns auf die lange Reise ins Land der Mitte.

Nach einer langen Vorbereitungsphase flogen wir von Wien-Schwechat, via Helsinki, wo wir eine sehr interessante Stadtrundfahrt ("Felsenkirche", "Sibeliusdenkmal" u.a.) hatten, nach Beijing. Erst nach der Landung konnte man spüren, dass auch die letzten Zweifel und Ängste einiger Reiseteilnehmer - angesichts der mächtigen Skyline von Beijing - vollkommen vergessen waren. Wir waren in einer scheinbar anderen Welt gelandet. Ein Land mit großen Dimensionen. Auf unseren Besichtigungstouren sahen wir modernste Hochhäuser neben Armensiedlungen und riesigen Tempelanlagen. 
Sofort nach der Ankunft im Hotel begann unser Kulturprogramm. Unsere ersten Stationen waren der Lama Tempel und der Platz des Himmlischen Friedens, der als größter Hauptplatz der Erde bezeichnet wird. Am nächsten Tag mussten wir bereits wieder unsere Koffer packen. Wir fuhren nach Chengde, eine Stadt ca. 300 km von Beijing entfernt, die früher als Sommerresidenz der Qing - Kaiser diente. Nach dem Abendessen hatten wir auf dem Stadtplatz unser erstes Konzert.

Schon bei der Stellprobe versammelte sich eine riesige Menschenmenge um uns, die sich während des Konzertes ständig vergrößerte. Der Höhepunkt des Konzertes war unumstritten der "Donauwalzer" von Johann Strauß Sohn, zu dem auch getanzt wurde. 
Am nächsten Tag wurde die Stadt Chengde, die Sommerresidenz, die Acht äußeren Tempel und der Kleine Potala-Tempel besichtigt. Am fünften Tag ging es wieder nach Beijing zurück, das nun für vier Tage unserer Heimat werden sollte. 
Das Konzert in Beijing, am Tag der Rückreise, zählt zu den musikalischen Höhepunkten unserer Vereinsgeschichte.

 

Wir waren alle erstaunt, dass österreichische Musik mit so einer Begeisterung aufgenommen wurde. Unser Konzertprogramm bestand ausschließlich aus"Wiener Musik". Neben Märschen, Walzer und Polkas, wurden vor allem die Operettenlieder, gesungen von Elisabeth Ebner, wie das "Vilja-Lied", "Wien wird bei Nacht erst schön" u.a. mit tosendem Applaus belohnt. Standing Ovations schließlich bei unseren Zugaben "Yao-Tsuo Dance", "Good News from Beijing", "Hör' ich Zymbalklänge" und als Abschluss den "Radetzky-Marsch" von Johann Strauß Vater. "Ein wunderbar musiziertes Konzert..." urteilte positiv unser Manager Karl Berger aus Wien.
Die nächsten drei Tage wurden wieder der chinesischen Kultur gewidmet. Verbotene Stadt, Himmelstempel, Ming-Gräber und als kultureller Höhepunkt unserer Reise die Große Mauer. Neben dem offiziellen Kulturprogramm hatten wir noch genügend Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Viele nutzten die Zeit um sich mit Souvenirs einzudecken. Am Abend des letzten Tages wurde uns bei einem festlichen Abendessen die wohl bekannteste Spezialität des Landes serviert, die Pekingente.
Für alle Teilnehmer war die Reise wohl ein einzigartiges Erlebnis und für uns Musiker ein musikalischer Erfolg, der ewig in Erinnerung bleiben wird. 

2003 - Steir. Panther und Robert Stolz Preis

Im Jahr 2003 bekam die Musikkapelle Eichberg den Steirischen Panther und den Robert-Stolz-Preis als Auszeichnung für mehrere "Ausgezeichnungen" bei Wertungsspielen.

2004 - Konzertreise Brasilien

Konzertreise nach Brasilien

Vom 30.08. – 09.09.2004 stattete die Musikkapelle Eichberg mit einer Gruppe von 81 Personen, davon 35 aktive Musiker, dem Heimatland des Sambas, Brasilien, ein Besuch ab. Sinn der Reise war nicht nur die Besichtigung der legendären Sehenswürdigkeiten Brasiliens, sondern auch die Möglichkeit Österreichische Musik und Kultur darzubieten.

Wir flogen von Wien via Frankfurt direkt nach Rio de Janeiro, wo wir um 5Uhr morgens ankamen. Bei Sonnenschein und Temperaturen um 33°C erkundeten wir in den ersten Tagen Rio de Janeiro, wo der Zuckerhut und der Corcovado mit der berühmten Christusstatue besichtigt wurden. Da unser Hotel in Rio direkt an dem berühmten Strand, der Copacabana lag, konnte man ein erstes Bad im noch frühlingshaft-kühlen Meer nehmen. Noch am ersten Abend stattete die Musikkapelle dem österreichischen Restaurantbesitzer „Hansl“ einen kurzen musikalischen Besuch ab. Am zweiten Tag fand das offizielle Konzert in Rio de Janeiro, im Beisein des österreichischen Generalkonsul Rudolf Lenhart, in der wunderschönen Kirche „Candelaria“ statt. Die Konzertbesucher in der bis zum letzten Platz gefüllten Kirche, die fast alle eine Verbindung zu Österreich hatten, waren von den bekannten Wiener Melodien begeistert. Der dritte Tag in Rio wurde mit einer ganztägigen Inselrundfahrt zu den tropischen Inseln, mit Sambaklängen und nationalen Köstlichkeiten, sowie dem Besuch einer Samba-Show zu einem weiteren Höhepunkt der Reise.

Anschließend flogen wir, mit einer kurzen Zwischenlandung in der Hauptstadt Brasilia, wo wir eine interessante Stadtrundfahrt hatten, weiter nach Campo Grande. Von dort aus wurde eine Expedition in das Pantanalgebiet durchgeführt. Bei Temperaturen über 40°C konnten wir ein unbeschreiblich schönes Naturparadies kennen lernen. Schon am frühen Morgen starteten wir mit kleinen Booten eine Erkundungsfahrt auf einem Fluss, wo wir später Piranhas fischten. Anschließend hatten wir die Möglichkeit die ständig um uns schwimmenden Alligatoren mit den Piranhas zu füttern. Nach einem wiederum sehr ausgiebigen Mittagessen ging die Safari mittels Geländewagen weiter. Ein Fußweg durch den Urwald führte uns spät abends wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Das letzte Ziel der Reise war die überwältigend große Stadt Sao Paulo, wo auch das letzte offizielle Konzert der Musikkapelle Eichberg im lateinamerikanischen Museum stattfand.

Die Konzertreise der Musikkapelle Eichberg nach Brasilien war wohl für alle Mitreisenden, Musiker wie Nichtmusiker, ein unvergessliches Erlebnis.

2007 - Neue musikalische Leitung: Dietmar Hammerl

Seit 2007 leitet Dietmar Hammerl die musikalischen Geschicke der Musikkapelle Eichberg.

2008 - Update

Die Musikkapelle Eichberg hat derzeit 60 aktive Mitglieder. Bemerkenswert ist, dass mittlerweile fast 1/3 der Musiker weiblich ist. Sehr stolz ist die Musikkapelle Eichberg auch, dass immer wieder junge Menschen bereit sind, sich den Anforderungen und Aufgaben, die eine Mitgliedschaft in einem Verein mit sich bringt, zu stellen. So konnten in den letzten Jahren immer wieder junge Menschen in den Verein aufgenommen werden.

Besonders erwähnt werden sollte die Bereitschaft dieser jungen Menschen, sich auch außerhalb der Musikkapelle Eichberg, Prüfungen und Wettbewerben zu stellen.

Mit den „Eichberger Brass Boys“ hat sich aus der Musikkapelle Eichberg ein kleines, aber feines Ensemble gebildet, dessen musikalische Gestaltung,  festlichen Anlässen, im privaten aber auch öffentlichen Bereich,  einen besonderen Rahmen gibt.     

Die Aufgaben der Musikkapelle Eichberg selbst, bestehen, wie bei jeder anderen Musikkapelle auch, hauptsächlich darin, Veranstaltungen der Gemeinde und der Pfarre musikalischen zu umrahmen. Zusätzlich zu diesen Aufgaben, nimmt die Musikkapelle Eichberg an den Veranstaltungen und Wettbewerben des Bezirks regelmäßig teil.
Besonders erwähnenswert ist aber, dass die Mitglieder der Musikkapelle Eichberg in den letzten sieben Jahren zwei große Konzertreisen unternommen haben. Die erste führte im Jahr 2001 ins Land der Mitte, nach China. Die zweite im Jahr 2004 durchgeführt, brachte die Mitglieder der Musikkapelle in die entgegengesetzte Richtung, nach Brasilien. Hier standen sogar mehrere Inlandsflüge am Programm. Besichtigt und auch konzertiert wurde in wichtigen Städten wie Rio de Janeiro, Brasilia und Sao Paulo.

Die Musikkapelle Eichberg hat sich in den letzten Jahren, vor allem durch die Teilnahme an Wettbewerben und die Veranstaltung von Konzerten musikalisch weiterentwickelt. So trat die Musikkapelle im April 2008 bei der Konzertwertung in Grafendorf in der Stufe B an und wurde für die intensive und zeitaufwändige Vorbereitungsarbeit mit einem Ausgezeichneten Erfolg belohnt.

Für die Mitglieder der Musikkapelle ist sie aber vor allem ein Ort der Freundschaft und des gegenseitigen Verständnisses zwischen jung und alt. Denn trotz eines Altersunterschiedes von mehr als 60 Jahren zwischen dem jüngsten und dem ältesten Mitglied der Musikkapelle, können diese genauso gut gemeinsam musizieren,  zusammen arbeiten und gemeinsam feiern wie mit gleichaltrigen. So konnten die Mitglieder im Jahre 2008 bereits 80 Jahre Musikkapelle Eichberg feiern.

2009 - Erste Teilnahme "Musik in Bewegung"

Im Juni 2009 nahm  die Musikkapelle Eichberg bei einer Marschmusikwertung in der Stufe B teil. Dort erreichte man das zweitbeste Ergebnis im Bezirk. Auf Grund des guten Abschneidens bei dieser Wertung wurde die Musikkapelle Eichberg 2010 zur Landesmarschmusikwertung „Musik in Bewegung“ in Hartberg eingeladen. Bei dieser Marschmusikwertung wurde die Höchstpunktezahl in der Stufe B erreicht.

2011 - Steir. Panther und Robert Stolz Preis

Am 2.Mai 2011 konnten sich die Mitglieder der Musikkapelle Eichberg bereits zum zweiten Mal über den Erhalt des Steirischen Panthers und der Robert Stolz Medaille freuen.

2012 - Neue Führung

Seit dem Jahr 2012 steht die Musikkapelle unter der Führung von Obmann Johannes Hammerl!

2018 - Steir. Panther und Robert Stolz Preis

Nun schon zum dritten Mal wurde die Musikkapelle mit dem begehrten Double ausgezeichnet.